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Nr. 646350
DER WEG ZUM AKTIVEN MANAGEMENT

Was BMM ist


Was Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) ist

Das Management betrieblich bedingter Mobilität beinhaltet alle Maßnahmen, die Unternehmen einsetzen, um den von ihnen verursachten Verkehr zu steuern. Es befasst sich mit allen vom Unternehmen verursachten Verkehrsströmen und betrifft in erster Linie die Wege vom und zum Arbeitsort, Dienstwege und -reisen. Unternehmen, die Mobilitätsmanagement betreiben identifizieren, entwickeln und optimieren passgenaue Lösungen für ihre eigenen Mobilitätsnachfragen unter Einbeziehung verfügbarer Angebote, Verkehrsmittel und Rahmenbedingungen der Mitarbeitenden.

Wie Betriebliches Mobilitätsmanagement funktioniert

Durch eine maßgeschneiderte Mobilitätsstrategie treffen Unternehmen die richtigen Maßnahmen, um einen Beitrag zur Verkehrs- und Energiewende zu leisten und dabei eigene Ziele zu verfolgen. Betriebliches Mobilitätsmanagement nimmt nachhaltig positiven Einfluss auf die Unternehmensstruktur und trägt wesentlich dazu bei, die Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu steigern. Es gibt vielseitige Handlungsansätze. Beispiele aus der Praxis zeigen uns bereits, wie es geht.
Altbekannte Möglichkeiten, um nachhaltig Wege zurückzulegen, bilden das Fahrrad, die Nutzung des ÖPNV oder Fahrgemeinschaften, aber auch Car- und Bike-Sharing gewinnen kontinuierlich an Relevanz. Darüber hinaus sind die Einführung von alternativen Antriebssystemen beim Fuhrpark, Nachhaltigkeitsvorgaben in der Dienstreiseverordnung oder Mobilitätsbudgets zielführend. Um Anreize für das Fahrradfahren zu schaffen, sind Jobräder, Werksfahrräder und das Zurverfügungstellen von Infrastruktur wie geschützte Stellplätze, Umkleiden, Duschen denkbar. Die Nutzung von Apps und interne Fahrerbörsen unterstützen bei der Förderung von Fahrgemeinschaften. Anreize für den ÖPNV können durch die Bezuschussung oder sogar komplette Finanzierung von Jobtickets für Mitarbeiter geschaffen werden. Ei die Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe mit entsprechender Ladeinfrastruktur können lokale Emissionen stark reduziert werden. Das alles funktioniert jedoch nur dann, wenn die Mitarbeiter eingebunden sind und Anlaufstellen haben. Gezielte Kommunikation und Change-Management-Maßnahmen sind erfolgsentscheidend.

Warum sich eine maßgeschneiderte Mobilitätsstrategie lohnt

Betriebliche Mobilität nimmt je nach Unternehmen und Mitarbeiterstruktur ganz unterschiedliche Formen an und bedarf daher eine maßgeschneiderte Strategie mit unterschiedlich relevanten Lösungsansätzen. Entscheidend sind hier die Fragen nach der Problemlage, Zielsetzung sowie der zeitliche und finanzielle Rahmen. Folgende mögliche Zielstellungen können erreicht werden:
  • Erreichbarkeit: Eine bessere Erreichbarkeit für Mitarbeitende, Kunden und Gäste bildet die Grundlage eines erfolgreichen Wirtschaftsstandorts.
  • Umweltschutz: Der Druck auf Unternehmen, Emissionen zu reduzieren, wächst. Sie sind gezwungen, sich der Klimaneutralität und Emissionsreduktion im Verkehr zu widmen und auf ihrer Agenda zu platzieren. Durch eine Reduktion des CO2– und Feinstaub-Ausstoßes sinken Autofahrten im Berufsverkehr, wodurch Lärm reduziert und der Verkehrs- und Lebensraum verbessert wird.
  • Kosteneffizienz: Der Fuhrpark und die Flächen für Parkraum sind als eines der größten Kostenstellen im Unternehmen ein wichtiger Hebel, um Gemeinkosten zu senken. Zudem führt eine effiziente Nutzung von Firmenfahrzeugen und die Optimierung innerbetriebliche Verkehrsvorgänge zu einer Kostenreduktion.
  • Arbeitgeberattraktivität: Um den Mobilitätsbedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht zu werden, bieten nachhaltige Mobilitätslösungen und vielfältige Mobilitätsangebote ein wertvolles Differenzierungsmerkmal in Zeiten des Fachkräftemangels und »war for talents«. 
  • Mitarbeitermotivation: Durch eine flexiblere und kostengünstigere Verkehrsmittelwahl für Mitarbeitende wird ihre Motivation und Gesundheit sowie Produktivität gefördert. Als Beispiel wäre eine Jahresprämie für Mitarbeitende je nach Verkehrsmittel möglich.
  • Imagegewinn: Durch den aktiven Beitrag zur Vermeidung von Verkehr verbessert sich nicht nur das Image von Unternehmen nach innen, sondern auch nach außen.

Der Weg zu einem integrierten Mobilitätskonzept

Für Unternehmen ist grundsätzlich wichtig, Lösungen zu gestalten, deren Nutzen größer ist als die Investitionen. Das gilt auch für das Mobilitätsmanagement. Doch wie gelangen Unternehmen zu maßgeschneiderten Strategien für sich und ihre Mitarbeitenden, ohne dabei die wirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens aus dem Blick zu verlieren?
Für die Planung und Implementierung von Betrieblicher Mobilität gibt es keine Blaupause. Je nach Unternehmen können unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz kommen, denn Mobilität ist standortbezogen und nutzerabhängig. Mitarbeitende haben individuelle Ansprüche und Bedürfnisse in Bezug auf ihre Mobilität. Zudem betrifft Mobilität jeden persönlich. Daher ist für eine erfolgreiche Einführung betrieblicher Mobilität die Mitarbeitereinbindung genauso entscheidend wie die klare Bekennung des Managements. Deshalb ist eine wirksame Gesamtstrategie unabdingbar, welche Mobilitätsbedarfe, örtliche Gegebenheiten, Kosten und Nutzen sowie Kommunikation und Implementierung integriert abbildet.
Der Weg zu einem integrierten Mobilitätskonzept basiert auf der Analyse der Mobilitätsbedürfnisse aller relevanten Stakeholder wie Mitarbeitende, Kunden, Gäste sowie Standort- und Verkehrsanalysen. Die Datenerhebung kann sowohl auf quantitativen (z. B. Analyse der Fahrtenbücher, Verkehrsstromanalysen, Fuhrparkanalyse) sowie auf qualitativen Erhebungsmethoden (z. B. Befragungen der Mitarbeitenden) basieren. Auf Grundlage von Datenauswertungen und Szenario-Analysen können Zielsetzungen abgeleitet, deren Entwicklungspotenziale identifiziert und eine Vielzahl von Maßnahmen im Unternehmen implementieren werden. Auch die Optimierung und der Ausbau bestehender Mobilitätsangebote stehen hierbei im Vordergrund.
Beispielhafte Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements lauten:
  • Digitale Mobilität: Dezentrale Arbeitsorganisation
  • Mobilität von Mitarbeitenden: Multimodale Angebote am Standort
  • Geschäfts- und Kundenreisen: (Digitales) Mobilitätsbudget zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens
  • Fuhrpark und Infrastruktur: Smart Grid und Ladeinfrastruktur für eine alternative Fahrzeugflotte
Das IHK-Netzwerk Betriebliche Mobilität NRW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bestmöglich beim Anstoß des überbetrieblichen Mobilitätsmanagements und Meistern der Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen betrieblichen Mobilität. Sie finden unsere Angebote unter WAS WIR BIETEN.
Sprechen Sie uns gerne an!